Echt zum Lachen

in der Sportszene definiert man sich nur über den Sport und den Umfang den man dafür aufwändet. Im Sportstudium war es ganz normal, dass man sich mit der Anzahl der Skitage in Szene setzte.

Seit ich mit Kindern arbeite und vor allem die eigene Familie hinzukam hat sich hier einiges verändert.

Man kennt Menschen die die höchsten Gipfel und ausgefallensten Urlaube planen – nicht aber in der Lage sind einen ganzen Tag oder mehrere Tage am Stück alleine mit den eigenen Kindern zu verbringen.

Es fehlt dann oft an Ideenreichtum, wie man die Tage füllen kann für die Kinder. Wie man auf Wutanfälle, Fremdbestimmung und andere Bedürfnisse eingehen kann. Seltsamerweise können komplexeste Szenarien in z.B. der Sport-, Medien-, Informatik- oder Musikwelt ausgetüfftelt werden – nicht aber der Tagesablauf mit dem oder den eigenen Kindern organisiert werden.

Dafür hat man heute ja KiTa, Krippe, Kindergarten, Schule oder Großeltern von 6 – 20 Uhr. Das Zeitfenster ist etwas übertrieben. Ich glaub das Projekt eigene Kinder ist ein Punkt auf der ToDo den man dann mit einem fetten Marker abhaken kann.

Sehr beeindruckend wohin uns der Kapitalismus und der Konsum gebracht hat.

Veröffentlicht von lg

Uns motiviert, wie man mit seinen Kindern und in der Jugendförderung grundsätzlich arbeiten kann. Wir genießen die gemeinsame Zeit und tüfteln an gemeinsamen Ideen.